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Ubuntu-Konfiguration nach der Installation

In Linux on 7. Dezember 2007 at 12:18

Nach der Installation von Gutsy Gibbon setze ich mich nun an die Konfiguration des Systems. Als erstes kommt das obligatorische Update. Dank NAT-Netzwerk bin ich auch schon im Internet und der Update-Manager weißt mich auch darauf hin, dass es 170 aktualisierbare Pakete gibt.

Ich sehe, dass Compiz ebenfalls darunter fällt. Da ich mir nicht vorstellen kann, dass die emulierte Grafikkarte mit 3D-Darstellung klarkommt, schmeiße ich kurzer Hand das ganze Paket herunter und starte das Update.Nach Abschluss des Update fahre ich die virtuelle Maschine herunter und erstelle einen Sicherungspunkt mit Virtualbox. Nach meinen Erfahrungen mit Hardy Heron, den Gasterweiterungen und einem unsichtbaren Mauszeiger halte ich das für eine angebrachte Vorsichtsmaßnahme ;-)

Danach starte ich die Maschine neu und bekomme prompt eine mysteriöse Fehlermeldung und sehe keine Fensterdekoration. Mich beschleicht eine dunkle Vorahnung, dass ich zum einen den Sicherungspunkt einen Tick zu spät erstellt und Compiz zu früh heruntergeworfen habe. Nach dem ich compiz-core zurückinstalliert habe, funktioniert auch die Fensterdekoration wieder.

So, jetzt kann ich mich an die eigentliche Konfiguration machen.

Gasterweiterungen installieren

Ich wähle im Virtualbox-Menü den Eintrag:

  • Geräte – Gasterweiterungen installieren…

Auf dem Desktop erscheint das CD-Symbol, da ein ISO der Gasterweiterungen als CD eingehangen wird. Das Symbol klicke ich doppelt und Nautilus zeigt mir den Inhalt an. Um die Installation zu starten, öffne ich ein Terminal und führe folgende Schritte aus:

  • cd /media/cdrom # Wechsel ins Verzeichnis
  • sudo sh VBoxLinuxAddition.run # startet die Installation mit root-Rechten

Nach dem Installieren werde ich zu einem Reboot des Systems aufgefordert. Den führe ich durch und die für mich wichtigste Funktion, das Herausgleiten des Mauszeigers, ohne dass ich die Host-Taste (STRG rechts) drücken muss.

Paketquellen einstellen

Da nach einer Installation nicht alle Paketquellen freigeschaltet sind, editiere ich zunächst deren Konfigurationsdatei. Dies kann zum Einen mit einem normalen Editor geschehen:

  • sudo gedit /etc/apt/sources.list

In der Datei sind alle Quellen eingetragen, die APT (Ubuntus Paketverwaltung) heranziehen soll. Neue können hinzugefügt, vorhandene durch Setzen eines “#” auskommentiert werden.
Zum Anderen kann ich das auch in einem Programm erledigen und starte Synaptic, mein favorisiertes Frontend für APT:

  • System – Systemverwaltung – Synaptic-Paketverwaltung

Im Menüpunkt

  • Einstellungen – Paketquellen

finde ich das Fenster, in dem die Einstellungen vorgenommen werden können.

Als erstes nehme ich die CD als Quelle heraus, da ich sonst bei jedem Installationsvorgang aufgefordert werde, die Ubuntu-CD einzulegen.

Folgende Quellen füge ich hinzu:

  • Software von Drittanbietern
  • Nicht unterstützte Aktualisierungen (gutsy backports)

Anschließend lasse ich mein System aktualisieren:

  • Neu laden
  • Aktualisierungen vormerken
  • Anwenden

Deutsche Sprachdateien nachinstallieren

Da nicht immer alle benötigten Sprachdateien mitinstalliert werden und ich denglische Programme nicht so mag, installiere ich etwaig fehlende Pakte nach. Dazu wähle ich den Menüpunkt:

  • System – Systemverwaltung – Sprachunterstützung

Beim Start des Programms werde ich schon gefragt, ob ich einige Dateien dazu laden will. Ich bestätige dies. Im Anschluss setze ich noch die Standardsprache auf German (Germany)

.bashrc einstellen

In der .bashrc wird die Einstellung für die Konsole gespeichert. Diese Konfigurationsdatei liegt im /home-Verzeichnis eines jeden Nutzers. Da ich die Konsole sehr oft nutze, muss die .bashrc noch nach meinen Wünschen erweitert werden:

Prompt einstellen

Ich suche mir die folgende Zeile und ändere sie ab. Das stellt die Anzeige von “user@rechner:verzeichnis >”

PS1=’${debian_chroot:+($debian_chroot)}\[33[0;36m\]\u@\h\[33[00m\]:\[33[01;34m\]\w\[33[00m\] > ‘

Aliase setzen

Ein Alias kann dazu verwendet werden, um z.B. bestimmte Kommandozeilenbefehle zu verkürzen, vereinfachen oder neu zu erstellen. Folgende Aliase füge ich hinzu, die vor allem die Arbeit mit und in Verzeichnissen erleichtern:

alias ll=’ls -l’
alias la=’ls -al’
alias l=’ls -CF’
alias md=’mkdir’
alias ..=’cd ..’

Um die neuen Einstellungen nutzen zu können, muss die Konfiguration neu eingelesen werden:

  • source .bashrc

vim konfigurieren

Um schnell mal eine Datei zu editieren oder ein Konfiguration zu ändern, nutze ich den Editor vim. Der ist zwar etwas eigenwillig in der Handhabung, aber die Grundlagem sind schnell erlernt (was die Tiefe angeht, ist er wohl eher mit einem Ozean vergleichbar) und vor allem ist er auf so gut wie jedem Linuxsystem installiert. Auch bei Ubuntu ist vim schon vorinstalliert, allerdings etwas spartanisch ausgestattet.

Um z.B. Syntaxhighlightning zu aktivieren, müssen weitere Pakete installiert werden. Damit das etwas schneller geht, verwende ich dafür die Kommandozeile:

  • sudo apt-get install vim vim-gnome

Nach der Installation der Pakete muss ich noch die Konfigurationsdatei in meinem /home – Verzeichnis erstellen:

  • vi .vimrc

Dort füge ich die folgende Zeile ein:

  • syntax on

Auch diese Konfiguration lese ich wieder mit source ein. Es kommt zwar eine Fehlermeldung, wenn ich aber die .vimrc wieder mit dem vim öffne, sehe ich, das die Befehle bunt sind.

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